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Beim dritten Lauf der ersten flyeralarm Ruder-Bundesliga auf der Wedau-Regattastrecke konnte bei subtropischen Temperaturen das Team des BEST AUDIT Hauptstadtachters mit dem neunten Platz das beste Saisonresultat feiern. Dabei sah es zu Beginn des Wettkampfs noch nicht danach aus.


Pech am Anfang

 

Ein kapitaler Krebs kurz vor dem Ziel bremste den Berliner Achter bereits im Zeitlauf aus. Die Folgen waren Platz 14 in der Addition aller Zeiten und das Bewusstsein, dass es in den folgenden Rennen nicht einfacher werden würde. „So ein Krebs passiert in einem von 100 Rennen. Wären wir schadlos ins Ziel gekommen, hätte unsere Zeit sicher für die obere Tabellenhälfte gereicht, das haben unsere Gegner gezeigt. Aber im Achtelfinale geht es dann sowieso um alles, da spielt das Ergebnis des Zeitrennens keine große Rolle mehr. Auch wenn uns in dieser Saison das nötige Glück oft nicht beigestanden hat, haken wir das Rennen ab, das Wochenende aber noch lange nicht“, so Steffen Möller, der an diesem Wochenende die Kapitänsrolle übernahm.


Wichtiger Erfolg im Abstiegskampf

 

Im Achtelfinale ging es für die Berliner im Anschluss gegen die renommierten Bundesligagrößen aus Krefeld und Leverkusen. „Diesmal saß der Start einfach nicht. So einen Fehler kann man gegen diese Gegner nicht mehr ausbügeln. Es wäre auch vermessen zu sagen, wir halten hier mit dem Liga-Champion mit. Das Rennen war in Ordnung, aber Platz vier hat uns dann schon etwas unter Druck gesetzt“, fasst Schlagmann Marcel Vollgold den Lauf zusammen.

Um nicht erneut die Plätze in der Abstiegszone auszufahren musste die Mannschaft des Berliner Ruder-Clubs im anschließenden Viertelfinale mindestens Platz zwei belegen, um sich in der Tabellenregion neun bis zwölf einzureihen. Von Start weg wollten die Clubruderer nichts anbrennen lassen. Im Kampf mit den direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib aus München und Karlsruhe reichte Platz zwei hinter dem Emscher-Hammer. „Das Minimalziel haben wir erreicht, denn ein Platz unter den ersten zehn Mannschaften ist nach diesem Ergebnis möglich. Jetzt wollen wir unsere beste Saisonplatzierung erreichen“, so Jörg Schulze.


Endlich einstellig

 

Im Semifinale am Abend traf der Hauptstadtachter auf den Dole-Achter aus Hamburg. Ein Sieg bedeutete, dass das Team vom Kleinen Wannsee ein Platz in den Top 10 sicher hatte. Mit dieser Entschlossenheit schossen die Berliner aus der Startbrücke. Vom ersten Schlag weg konnte sich der Clubachter von seinem Gegner lösen und ließ bis ins Ziel nichts mehr anbrennen. Das beste Saisonergebnis war sicher. Ob Platz neun oder zehn das Tagesresultat sein sollte, entschied erneut ein Rennen gegen die gewohnt starke Crew des Emscher-Hammers. Auch hier konnte sich der BEST AUDIT Hauptstadtachter auf den ersten Metern mit aggressiven Schlägen einen kleinen Vorsprung erkämpfen und ihn bis zur Ziellinie halten- Platz 9! „Wir wollten diese Siege unbedingt und so sind wir auch die Rennen angegangen. Diese Eins-zu-eins-Situationen liegen uns irgendwie und das Ergebnis bedeutet auch, dass wir wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln konnten“, so Tim Bartels.

 

Der Sieg gibt der Mannschaft um Teamchef Patrick Scholz Aufwind. In Duisburg war es möglich ansatzweise das Potential des Projekts Ruder-Bundesliga im Berliner Ruder-Club zu erahnen. Darauf angesprochen meint Dirk Thiele: „Wir haben von Anfang an den Ball flach gehalten und uns immer realistische Ziele gesetzt. Unsere Entwicklung haben wir immer noch nicht abgeschlossen und müssen uns auch noch weiter steigern. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und wir schauen, wo es für uns in den letzten zwei Rennen noch hingehen kann.“ Die nächste Chance dem Ziel Klassenerhalt näher zu kommen: Am 8. September in Münster auf dem Aasee.


Die Mannschaft des BEST AUDIT Hauptstadtachters in Duisburg: Philipp Matthes, Thomas Köpke, Tim Bartels (1989), Olaf Beckmann, Jörg Schulze, Tim Bartels (1988), Marcel Vollgold, Steffen Möller, Torsten Gerlach, Robert Sohst, Dirk Thiele, Arne Maury (Stm.)

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen


(v.l.n.r.: Arne Maury (Stm.), Marcel Vollgold, Jörg Schulze, Tim Bartels (88), Tim Bartels (89), Dirk Thiele, Olaf Beckmann, Steffen Möller, Thomas Köpke)